Dritter Einsatz, April 2018

Dritter Einsatz, April 2018

Seit Januar liefen die Vorbereitungen für den dritten Einsatz auf Hochtouren. Die Anschaffung eines neuen Laptops war erforderlich, da wir ein neues Programm zur Kundendatenerfassung gespendet bekommen haben. Das Programm erleichtert uns die Arbeit, da wir alle Anpassungen direkt unter dem Namen speichern können, Hörsysteme aus dem Lager zu ordnen und Notizen hinzufügen können. Außerdem wurden wieder Batterien, Trocken- und Reiniungsmaterial benötigt und die Ohrpassstücke mussten hergestellt werden. Wir habe Hörsysteme vorausgewählt und überprüfen lassen und hofften, dass es auch wirklich die richtigen für die jeweilige Person sind. Da dieses Mal einige speziellere Hörsysteme nötig waren, mussten einige Hörsysteme ergänzend erworben werden (für die Akustiker unter euch: Cros-, BiCrosversorgungen, Schallleitungsblock und an Taubheit grenzend Schwerhörige). Hierfür wurden Sonderpreise mit den Herstellern vereinbart.

Das Besondere an diesem Einsatz war, dass Schwester Caridad in ihrer Heimat im Urlaub war, sodass Dritan, der Mitarbeiter von DAIKA e.V. für die Übersetzungen und Terminabsprachen helfen musste. Im Vorfeld hat Schwester Caridad einen genauen Plan gemacht, welcher Patient an welchem Tag erschienen sollte, sodass Dritan nur noch die Patienten einbestellen musste.

Angekündigt waren 36 Patienten, letztendlich durchgeführt haben wir 21 Erstanpassungen und 10 Nachkontrollen bei den Patienten, die schon länger Hörsysteme tragen und zur Kontrolle angemeldet waren. Fünf Patienten wollten doch keine Hörsysteme bzw. Kontrolle oder waren telefonisch nicht zu erreichen.

Bei den Nachkontrollen war das Wiedersehen mit den bekannten Patienten besonders schön, und dass die Hörsysteme auch wirklich genutzt und als Gewinn gesehen werden. Ein Patient ist mit seinen Hörsystemen nicht zurecht gekommen, bei ihm haben wir eine erneute Hörprüfung inkl. Anpassung anderer Hörsysteme vorgenommen.

Die Anpassungen und Kontrollen liefen wesentlich unkomplizierter als gedacht und wir waren wesentlich schneller mit den Patienten fertig als im Vorfeld eingeplant. Die freite Zeit zwischen den Patienten haben wir in der Sonne und/oder Fußball- und Volleyball spielend mit den Kindern des Internats verbracht.

Ein tolles Erlebnis gab es mit der Mutter eines Jugendlichen, der beim ersten Einsatz von uns ein Hörsystem bekommen hat. Sie hat gebrauchte Hörsysteme aus Italien gespendet bekommen, welche aber leider doch nicht brauchbar waren für ihren Sohn, da die Hörsysteme zu schwach waren. Nach der Besprechung, wieso, weshalb, warum die Hörsysteme zwar gut, aber in diesem Fall nicht brauchbar waren, hat sie die Hörsysteme für unser Projekt zur Verfügung gestellt.

Am Dienstag, dem Tag des Heimflugs, konnten wieder Patienten, welche Probleme haben mit den angepassten Systemen, zur Kontrolle kommen. Dies haben erfreulicherweise auch drei Patienten in Anspruch genommen.

Verpflegung und Übernachtung haben wieder die Schwestern in Pllane übernommen, sodass ich (wieder) sehr verwöhnt wurde.

Dieses Mal haben wir sehr wenig Fotos gemacht (es wiederholt sich doch immer), sodass ich euch/ Ihnen ein paar meiner Fotos vom Wochenendausflug nach Shkodra anhänge.

Der nächste Einsatz ist für Herbst geplant und es ist jetzt schon wieder der Bedarf zu sehen.

Ich hoffe, dass wir wieder ausreichend Spenden zusammen bekommen, um die Versorgungen weiterhin durchzuführen. Wir danken euch/ Ihnen für die Unterstützung.

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